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Tips und Tricks zum Umgang mit E-Mails
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Elektronische Post (= E-Mail) erfreut sich als Kommunikationsmedium immer weiter wachsender Beliebtheit. Die meisten haben es bereits genutzt, doch nur die wenigsten kommen über die grafische Oberfläche eines Mailprogramms oder gar einer entsprechenden Weboberfläche (von gmx.de,web.de,..) hinaus. Dieser Text soll versuchen den Leser tiefer in die Materie eindringen zu lassen, mit dem Ziel die Chancen und Risiken dieses Mediums zu erkennen. Transport einer E-Mail (Übersicht) Los gehts´s am eigenen lokalen Rechner (Client), wo die E-Mail erstellt wird. Man spricht hier vom Mail User Agent (MUA), also dem E-Mail Client was z.B. Outlook, Eudora, Netscape, The Bat, oder unter Linux KMail sein kann, wo man die E-Mails erstellt und empfängt. Beim Absenden (mailout) wird sie über (E)SMTP an einen Mail-Server, einen sog. Mail Transport Agent (kurz MTA) geschickt. Bekannte Mail-Server bzw. MTA´s sind z.B. sendmail und qmail. Dieser Mail-Relay leitet dann die Mail an einen weiteren MTA weiter, dieser wiederum weiter usw., bis sie schließlich am Mail-Server des Empfängers (mailin) ankommt. Dort wird sie in den sog ‘Message Store’ abgelegt, bis sie über das POP/IMAP Protokoll dann beim Empfänger bei Abruf in seinem Posteingang des Mail User Agent landet. Aufbau einer E-Mail (Übersicht) Man kann sich den Aufbau einer E-Mail analog zu einem handgeschriebenen Brief vorstellen. Es gibt einen Umschlag (Envelope), den man mit der Empfängeradresse und der Absenderadresse beschriftet. Innerhalb des Umschlags
befindet sich der eigentliche Brief, den man im Mail User Agent, also dem Mail-Client, zu Gesichte bekommt. Den Briefumschlag (Envelope) bekommt der Empfänger bei E-Mail meist nicht zu Gesicht, er dient vielmehr für die MTA´s
um den Transport abzuwickeln. Analog zum handschriftlichen Brief könnte man sich vorstellen, dass das Postamt den Briefumschlag entfernt, und man lediglich den eigentlichen Brief, den Inhalt, ausgehändigt bekommt. Der E-Mail Header Um Spam entgegen zu wirken oder die Authenzität des Absenders abschätzen zu können, ist es wohl unumgänglich sich genauer mit dem E-Mail Header auseinander zu setzen. Return-Path: <alpha@provider.de> Die Reihenfolge der Zeilen im Header ist beliebig und hängt nicht unerheblich von der verwendeten Mailsoftware des Empfängers ab.
Return-Path: <alpha@provider.de> Diese Zeile enthält die im Envelope angegebene Absenderadresse. Diese ist allerdings leicht zu fälschen, wie wir später sehen werden.
Date: Mon, 18 Nov 2002 23:32:59 +0100 Diese Angaben sollten fast selbsterklärend sein. Das Datum, der Absender und der/die Empänger (in diesem Beispiel 2 Empfäger) werden angegeben. +0100 gibt dabei die Zeitverschiebung des E-Mail-Servers an. Der Zeitstempel ist natürlich auch nicht fälschungssicher. Im Falle, das es die Mailsoftware einträgt, die sich auf die Systemzeit des Computers bezieht, kann die Angabe bei falscher Systemzeit ebenso inkorrekt sein. Deshalb sollte man sich an die eingetragenen Zeitstempel der Mailserver in den Received-Zeilen richten.
Received: (qmail 12058 invoked from network); 18 Nov 2002 22:29:01 -0000
Dies ist der interessanteste Teil der E-Mail, da man hier ihren Verlauf nachvollziehen kann. Die Zeilen sollten von unten nach oben gelesen werden, um den Weg der E-Mail chronologisch nachvollziehen zu können.
Message-ID: <000a01c26f52$731ff680$0450a8c0@alb> Die Message-ID sollte einmalige Kennung einer E-Mail sein. Meist wird sie vom Mailprogramm generiert. Falls sie fehlt, wird sie vom ersten MTA nachgetragen. Für die Rückvorfolgung spielt sie allerdings keine große Rolle.
Subject: Terminbesprechung Hier steht der Betreff der E-Mail.
MIME-Version: 1.0 MIME (Multipurpose Internet Mail Extensions) definiert die Nachrichtenstruktur. Hier stehen für E-Mail Programme ein paar Informationen, um Dateiänhänge zu erkennen, und die E-Mail korrekt darstellen zu können. Wie wir hier sehen wurde diese E-Mail im Klartext (text/plain) mit dem Zeichensatz "iso-8859-1" geschickt. Es gibt auch noch den Content-Type:
Content-Type: application/msword; So würde beispielsweise ein Word-Dokument als Attachment im Header aussehen.
X-Priority: 3 Alle X-Header Zeilen sind EXtrainformationen, die mit dem eigentlichen Versand nichts zu tun haben. Hier sehen wir, dass der Absender Outlook Express 6 verwendet hat. Die Priorität der E-Mail wurde vom Absender (bzw. von
seinem Mailprogramm automatisch) auf 3 (=normal) gesetzt. Die X-MS-Mailer-Priority ist ne Extrawurst von Microsoft, die wohl mehr oder weniger die gleiche Bedeutung wie X-Priority hat.
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